Sie haben einen klaren Anspruch. Aber der Anwalt kostet 15.000 Euro. Das Gericht noch einmal so viel. Und das Ergebnis? Ungewiss.
Für viele Menschen endet genau hier die Klageschrift im Papierkorb. Nicht weil der Fall schwach ist, sondern eher weil das Geld schlichtweg fehlt.
Genau für diese Situation gibt es Prozessfinanzierung. Jemand anderes trägt die Kosten. Sie tragen kein Risiko. Und wenn Sie gewinnen, teilen Sie den Erlös.
2026 ist dieser Markt so groß wie nie. Rund 17 Milliarden US-Dollar weltweit. In Deutschland wächst die Nachfrage, gefördert durch neue Gesetzgebung und steigende Klagebereitschaft. Und trotzdem wissen die meisten Kläger noch nicht, wie das Modell wirklich funktioniert.
Dieser Ratgeber ändert das.
Das Wichtigste in Kürze:
- Prozessfinanzierung übernimmt alle Prozesskosten: Anwalt, Gericht, Gutachter
- Im Erfolgsfall erhält der Finanzierer 20 bis 30 % des Erlöses
- Geeignet ab ca. 100.000 EUR Streitwert (Ausnahme: Massenverfahren ab ~10.000 EUR).
- Anbieter: FORIS, LEGIAL, Omni Bridgeway, AEQUIFIN.
1. Was ist Prozessfinanzierung und warum wächst der Markt so schnell?
Prozessfinanzierung ist das Prinzip: Ein externer Finanzierer übernimmt sämtliche Kosten Ihres Rechtsstreits. Vollständig. Anwaltskosten, Gerichtsgebühren, Sachverständigenkosten, einfach alles.
Im Gegenzug erhält der Finanzierer eine Beteiligung am Erlös, wenn Sie gewinnen. 20 bis 30 Prozent der erstrittenen Summe sind hierbei typisch. Verlieren Sie? Der Finanzierer trägt den Verlust. Sie zahlen nichts.
2. Warum boomt das gerade 2026?
- Die Klagewelle steigt: Verbraucherschutzklagen, Online-Casino-Rückforderungen, Kartellrechtsfälle — die Fallzahlen nehmen rapide zu.
- VDuG macht Sammelklagen möglich: Das neue Verbandsklagen-Richtlinie-Umsetzungsgesetz schafft strukturierte Wege für Massenklagen in Deutschland.
- Private Anleger entdecken das Modell: Plattformen wie AEQUIFIN machen den Zugang digital und transparent für Kläger und Sponsoren.
Globales Marktvolumen: Laut Research Nester 14,6 Milliarden USD (2024). Prognose 2026: rund 17 Milliarden USD. Bis 2036 könnte der Markt die 50-Milliarden-Marke überschreiten.
3. Wann lohnt sich die Prozessfinanzierung wirklich?
Nicht jeder Fall wird finanziert. Finanzierer denken wie Investoren. Sie übernehmen nur Fälle, bei denen die Erfolgsaussichten gut sind und der mögliche Erlös die Kosten deutlich übersteigt.
Welche Fälle werden typischerweise finanziert?
- Arzthaftung: Behandlungsfehler mit klar dokumentiertem Schaden
- Baumängel: Grössere Bauprojekte mit eindeutiger Haftungslage
- Kartellrecht: Schadensersatzklagen nach Kartellverstößen (z.B. LKW-Kartell)
- Online-Casino: Rückforderung von Verlusten aus illegalem Online-Glücksspiel
- Unternehmen Klagen: Vertragsverstößen, M&A-Streitigkeiten, IP-Verletzungen
- Anlegerschutz: Falschberatung durch Banken oder Vermittler
- Insolvenz Klagen: Anfechtungsansprüche und Haftung von Geschäftsführern
Wann ist Prozessfinanzierung eher ungeeignet?
- Streitwert unter 100.000 EUR (Ausnahme: Massenverfahren ab ca. 10.000 EUR)
- Schwache Beweislage oder unklare Haftungsfrage
- Gegner ist nicht zahlungsfähig oder unauffindbar
- Familienrecht und Unterhaltsstreitigkeiten (strukturell ungeeignet)
- Strafrecht (keine zivilrechtliche Erlös Komponente)
Tipp: Nutzen Sie den AEQUIFIN Prozesskostenrechner, um in wenigen Sekunden zu prüfen, ob Ihr Fall finanzierbar ist. Kostenlos, anonym, unverbindlich.
4. Welche Voraussetzungen müssen für eine Prozessfinanzierung erfüllt sein?
Finanzierer prüfen jeden Fall nach klaren Kriterien. Das klingt nach Bürokratie. Ist aber einfach Risikomanagement und ganz in Ihrem Interesse.
✔ Streitwert: ab 100.000 EUR bei Einzelfällen. Bei Massenverfahren wie Online-Casino-Klagen liegt die Schwelle oft bei nur 10.000 EUR.
✔ Erfolgsaussichten: mindestens 60–70 %. Der Finanzierer prüft juristisch und wirtschaftlich – auf eigene Kosten.
✔ Zahlungsfähiger Gegner: Zwingend. Ein Urteil nützt nichts, wenn der Schuldner nicht zahlen kann.
✔ Klarer Rechtsanspruch: Der Anspruch muss belastbar sein – mit Verträgen, Gutachten oder anderen Beweisen.
✔ Anwalt: Empfohlen, aber nicht immer Pflicht. Bei AEQUIFIN können Sie auch ohne Voranwalt direkt eine Anfrage stellen.
✔ Laufzeit: Rechnen Sie mit 12 bis 36 Monaten – je nach Instanz und Komplexität des Falls.
5. Wie läuft eine Prozessfinanzierung ab? (5 Schritte)
Der Prozess ist einfacher als gedacht. Fünf Schritte von der Anfrage bis zum Erlass:
Schritt 1: Anfrage stellen: kostenlos und unverbindlich
Sie reichen Ihren Fall ein: Sachverhalt, Beweise, Streitwert, bisherige Korrespondenz. Bei Plattformen wie AEQUIFIN geht das vollständig digital. Kein Anwalt vorab nötig.
Schritt 2: Prüfung durch den Finanzierer
Der Finanzierer analysiert Ihre Erfolgsaussichten, die Zahlungsfähigkeit des Gegners und das Kosten-Erlös-Verhältnis. Das dauert bei einfachen Fällen wenige Tage, bei komplexen Sachen mehrere Wochen.
Schritt 3: Finanzierungsvertrag
Bei positiver Prüfung erhalten Sie einen Vertrag mit klaren Konditionen: Erfolgsbeteiligung des Finanzierers, übernommene Kostenarten, Kündigungsrechte. Lesen Sie ihn sorgfältig.
Schritt 4: Das Verfahren läuft
Der Finanzierer übernimmt ab sofort alle anfallenden Kosten. Anwaltsrechnungen, Gerichtsgebühren, Gutachterhonorare. Sie bleiben informiert, sind aber von der Kostenlast befreit.
Schritt 5: Abschluss und Erlösteilung
Haben Sie gewonnen oder sich verglichen: Der Erlös wird nach vereinbarter Quote aufgeteilt. Haben Sie verloren: Der Finanzierer trägt alle Kosten. Inklusive der gegnerischen Anwaltskosten. Sie gehen schuldenfrei aus dem Verfahren.
6. Was kostet eine Prozessfinanzierung?
Die kurze Antwort: nichts , wenn Sie verlieren.
Und wenn Sie gewinnen?
Hier die Erfolgsbeteiligung im Detail.
Üblich sind 20 bis 30 Prozent des erstrittenen Betrags. Das klingt nach viel. Ist es aber nicht, wenn man die Alternative bedenkt:
- Sie hätten den Klageweg ohne Finanzierung nie beschritten.
- Sie tragen kein finanzielles Risiko.
- Selbst nach Abzug der Provision bleibt oft ein Vielfaches des Einsatzes.
Rechenbeispiel: Sie erstreiten 500.000 EUR. Der Finanzierer erhält 25 % = 125.000 EUR. Ihnen hingegen bleiben 375.000 EUR. Ohne Prozessfinanzierung: 0 EUR, weil Sie den Klageweg nie angetreten hätten.
Was passiert, wenn ich verliere?
Nichts. Der Finanzierer trägt sämtliche Kosten, einschließlich der gegnerischen Anwaltskosten nach § 91 ZPO. Sie gehen schuldenfrei aus dem Verfahren.
Das ist das Kernversprechen jedes Prozessfinanzierers. Ohne dieses Versprechen ist das Modell sinnlos.
Gibt es versteckte Kosten?
Bei seriösen Anbietern nicht. Die Anfrage ist kostenlos. Die Fallprüfung ist kostenlos. Es gibt keine Registrierungsgebühren, keine Vorauszahlungen, keine monatlichen Gebühren.
Achtung: Vereinzelte unseriöse Anbieter erheben „Prüfgebühren“. Das ist ein Warnsignal. Seriose Prozessfinanzierer verdienen ausschließlich an einer Erfolgsquote und nicht vorher.
7. Welche Anbieter für Prozessfinanzierung gibt es 2026 in Deutschland?
Der Markt ist überschaubar. Aber die Qualität variiert und nicht jeder Anbieter passt zu jedem Fall.
- FORIS AG Schwerpunkt: Zivil-, Bau-, Arzthaftungsrecht · Einstieg ab 100.000 EUR Pionier der Prozessfinanzierung in Deutschland, am Markt seit 1996.
- LEGIAL AG Schwerpunkt: Zivil-, Bau-, Arzthaftungsrecht · Einstieg ab 50.000 EUR Breite Fall Palette, solide etabliert im deutschen Markt.
- Omni Bridgeway Schwerpunkt: Internationale Schiedsverfahren · Einstieg ab 5 Mio. EUR+ Globaler Marktführer und eher für große, grenzüberschreitende Verfahren.
- Burford Capital Schwerpunkt: Internationale Großverfahren · Einstieg: sehr hoch, Primär für Konzerne, Fonds und institutionelle Kläger.
- AEQUIFIN Schwerpunkt: Einzel- und Massenverfahren · Einstieg: Niedrig, digital, transparent, direkt zugänglich und auch für Privatpersonen ohne Voranwalt.
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8. AEQUIFIN vs. klassische Prozessfinanzierer, wo liegt der Unterschied?
Klassische Finanzierer wie FORIS oder LEGIAL arbeiten primär mit Anwälten und Unternehmen. Der Zugang ist oft langwierig. Transparenz ist begrenzt. Privatpersonen haben es schwer.
AEQUIFIN geht einen anderen Weg. Digital, zugänglich und transparent. Kläger reichen Fälle direkt ein ohne zwischengeschalteten Anwalt. Der Prozesskostenrechner zeigt sofort, ob eine Finanzierung realistisch ist.
Außerdem: AEQUIFIN arbeitet mit einem Quoten Balancing-System, das das Risiko für alle Beteiligten strukturiert verteilt. In der Vergangenheit haben Sponsoren bei AEQUIFIN keine Totalverluste erlitten.
9. Ist Prozessfinanzierung in Deutschland legal und seriös?
Ja. Der Bundesgerichtshof hat die Prozessfinanzierung in mehreren Entscheidungen als legal und zulässig bestätigt. § 49b BRAO regelt das Verhältnis zu Rechtsanwälten. Die EU-Kommission hat 2025 eine Studie veröffentlicht, die das Instrument als wichtigen Baustein für den Rechtszugang bewertet.
In der Praxis ist die Prozessfinanzierung im Jahr 2026 in Deutschland längst etabliert. FORIS AG ist seit 1996 am Markt. Tausende Verfahren wurden seitdem finanziert. Der Markt wächst. Die Regulierung wird klarer.
Worauf sollten Sie bei der Anbieterwahl achten?
- Klare, verständliche Vertragskonditionen und keine versteckten Klauseln
- Keine Vorauszahlungen oder Prüfgebühren
- Transparenter Prüfprozess mit nachvollziehbaren Kriterien
- Nachweis abgeschlossener Fälle und Erfahrungswerte
- Erreichbarkeit und persönliche Ansprechpartner
10. Unser Fazit zur Prozessfinanzierung 2026. Ihr Recht. Ohne Kostenrisiko.
Prozessfinanzierung ist kein Nischenprodukt mehr. Sie ist ein etabliertes Instrument und 2026 durch Plattformen wie AEQUIFIN so zugänglich wie noch nie.
Sie haben einen Anspruch. Sie haben Beweise. Nur das Geld fehlt ihnen? Dann ist Prozessfinanzierung genau das richtige Werkzeug. Kein Risiko für Sie. Ein klares Modell, das dahintersteckt mit klar transparent kommunizierten Konditionen.
Nächster Schritt: Prüfen Sie Ihren Fall kostenlos mit dem AEQUIFIN Prozesskostenrechner. In unter 5 Minuten sehen Sie, ob Ihr Fall infrage kommt.







